Yagni - You aren't gonna need it

Ich habe das Yagni-Prinzip im Oktober 2007 kennengelernt, ode rbesser: Ich habe gemerkt, warum wir uns daran halten sollten. 

Einen Monat zuvor hatten wir begonnen, unser Schlachtfeld-Programm zu überarbeiten. Es sollte komplexere Schlachten ermöglichen, nicht nur zwei Armeen, von denen amme Kämpfer aufeinander treffen, sondern beliebig viele einzelne Gruppen, die Schlachtreihen bildern, zu beliebig vielen Armeen gehören und Anführer und Armeen haben, die die Moral heben und Strategien ausarbeiten. 

Ein wichtiger Aspekt daran waren Kampfstile der einzelnen Kämpfer. 

Wir arbeiteten zwei Stunden daran, die Kampfstile zu prüfen, zu debuggen und zu entscheiden, was wir brauchen, um alle denkbaren Stile zu unterstützen, und wir haben einen halben Morgen daran verloren. 

Am Ende traten wir einen Schritt zurück, warfen einen Blick auf den Code und merkten, dass völlig unerheblich war. 

Der Kampfstil-Code war in zwei Klassen gekapselt, und schon eine sehr einfache Version konnte die für's Erste notwendigen Stile unterstützen, und sie würde viele der Probleme von komplexeren Varianten vermeiden (z.B. "Wenn einer flieht ud der Andere bis zum tod kämpft, also stirbt, wenn er verliert, was pasiert, wenn der Fliehende gewinnt?" Antwort: "Wir lassen die Komplexität weg. Wenn einer es schafft zu fliehen wird ein Todesstil einfach weniger tödlich, und es gibt zur Zeit keine Notwendigkeit, das zu verallgemeinern."). 

Wir rissen die Hälfte des überkomplexen Codes raus und implementierten, was wir aktuell brauchen, und jetzt läuft der Teil des Codes wie er soll. 

Wir haben mehrere weitere Stunden aktuell unnötige Arbeit an Verallgemeinerung gespart. Solllten wir allgemeine Stile brauche, können wir sie immernoch hinzufügen, aber dann in ein voll funktionierendes und bereits nützliches Programm. 

Unsere Motivation ist gestiegen, das Programm läuft, und gestern habe ich die Versionsverwaltung für Quelldateien deutlich verbessert, aber das ist eine Geschichte für einen anderen Tag. 
